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26-01-2015
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Bürgerpreis des Europäischen Parlaments verliehen

Die Auszeichnung für außergewöhnliches Engagement und für ein besseres gegenseitiges Verständnis und mehr Integration in der EU ging heuer an den Verein respekt.net, an das VHS-Projekt "Women on the rise" sowie an das Mauthausen Komitee.

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Am vergangenen Freitag wurden im Haus der Europäischen Union in Wien die drei österreichischen Preisträger des Europäischen Bürgerpreises 2014 geehrt. "Die Preisträgerinnen und Preisträger erfüllen unser aller Auftrag", sagte die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Ulrike Lunacek in ihrer Eröffnungsrede, "denn wo Werte wie Solidarität, Akzeptanz und Respekt ins Wanken geraten, müssen wir gegenlenken und als Bürgerinnen und Bürger etwas ändern".

Der Bürgerpreis zeichnet seit 2008 außergewöhnliches Engagement für ein besseres gegenseitiges Verständnis und Integration in der EU aus. Ausgezeichnet werden auch Initiativen für bessere grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb Europas und die praktische Anwendung der Werte der EU-Grundrechtscharta (Gastfreundschaft, Toleranz, Solidarität). Der Preis wird heuer europaweit an 47 BürgerInnen, Gruppen, Vereine und Organisationen vergeben, davon Folgende aus Österreich:

Respekt.net ist ein überparteilicher Zusammenschluss von politisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern zur Förderung des gesellschaftspolitischen Engagements. Projekte des Vereins sind die Crowdfunding-Plattform Respekt.net, die Transparenz-Plattformen MeineAbgeordneten.at und SteuernZahlen.at. Daneben werden Kampagnen organisiert, darunter OrtedesRespekts.at und der jährliche Tag des Respekts im September. "Respekt.net hat es sich zur Aufgabe gemacht aufzuzeigen, wo der Gesellschaft Wunden zugefügt werden und unterstützt Menschen, die sich engagieren", so der Europaabgeordnete Othmar Karas, der den Verein für den Bürgerpreis vorgeschlagen hatte.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde die Wiener Volkshochschule Alsergrund als Trägerin des Projekts "Women on the rise". Es portraitiert mehr als 100 mutige Frauen, die besondere Leistungen zur Emanzipation der Frauen in verschiedenen Bereichen erbracht haben. "Von diesen Heldinnen des 19. und 20. Jahrhunderts profitieren Frauen und Männer bis heute", sagte Vizepräsidentin Ulrike Lunacek, die "Women on the rise" vorgeschlagen hatte.

Der dritte Preisträger ist das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ). Der überparteiliche, überkonfessionelle Verein pflegt, in enger Zusammenarbeit mit der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und den Vereinigungen der ehemaligen Häftlinge, das Gedenken an die Opfer der Verbrechen des NS-Regimes, insbesondere jener, die im KZ Mauthausen und in den Außenlagern gefangen gehalten wurden. "Das Mauthausen Komitee leistet aber nicht nur Erinnerungsarbeit", so MEP Josef Weidenholzer, der auf den Verein aufmerksam gemacht hatte, bei der Preisverleihung, "es bringt die Menschen auch zusammen, unter anderem bei den jährlichen Befreiungsfeiern im Mai, an denen zehntausende Menschen teilnehmen".

Die Ehrung aller 47 PreisträgerInnen findet am 25. und 26. Februar in Brüssel statt.

 

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