Dienstag, 9. September 2008

Karibuni Afrika! Afrikanische Woche im Europaparlament 8.-12. September

Afrikanische Kunst, afrikanische Gerichte und zahlreiche afrikanische Gäste aus Politik und Kultur werden in der 2. Septemberwoche für eine besondere Atmosphäre im Europäischen Parlament in Brüssel sorgen. Das Parlament richtet im Rahmen des Europäischen Jahrs des Interkulturellen Dialogs erstmals eine Afrikanische Woche aus. Auch politisch steht der Kontinent in einer Reihe von Veranstaltungen im Mittelpunkt.

Zu den politischen Teilen des Programms gehören insbesondere Treffen von Präsidium und Ausschüssen der Paritätischen Parlamentarischen Versammlung von EU und afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (AKP). Themen wie Kinderarbeit, Friedenssicherung, Gesundheit und die Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und den AKP-Staaten stehen dabei auf der Tagesordnung.

Der Entwicklungsausschuss organisiert im Rahmen der afrikanischen Woche zwei Veranstaltungen:

Am Mittwochvormittag (11:00-12:30), 10. September, geht es um den Vorschlag, 1 Mrd. Euro aus dem Budget für die EU-Agrarpolitik zur Verfügung zu stellen, um die Nahrungsmittelproduktion in Entwicklungsländern zu steigern und akuten Hunger zu bekämpfen. Teilnehmer sind u.a. der Generaldirektor der UN-Organisation für Nahrung und Landwirtschaft FAO, der Senegalese Jacques Diouf.
Am Mittwochabend (18:40-20:00) führt der Ausschuss eine Diskussionsveranstaltung zur afrikanischen Diaspora und deren Einfluss auf die Entwicklung des Kontinents durch.

Der Landwirtschaftsausschuss führt am Mittwochnachmittag eine Anhörung über die sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln durch (15:00-18:30 Uhr).

Am Donnerstag geht es in der Abschlussveranstaltung der Woche um den interkulturellen Dialog zwischen Afrika und Europa. Teilnehmer sind u.a. der nigerianische Literaturnobelpreisträger (1986) Wole Soyink, die Präsidentin des panafrikanischen Parlaments Gertrude Mongella sowie Europaparlamentspräsident Hans-Gert Pöttering und EU-Kommissionspräsident Barroso.

Kulturprogramm

Afrika ist während der Woche nicht nur politisch präsent. Auch durch Photographien, Installationen und Skulpturen - wie etwa einem lebensgroßem Elefanten aus Holz vor dem Haupteingang des Parlaments - und kulinarisch in der Kantine wird der Kontinent allgegenwärtig sein.

Zum Kulturprogramm gehören außerdem Vorlesungen, Filmvorführungen und ein öffentliches Konzert in unmittelbarer Nähe des afrikanischen Viertels in Brüssel am Mittwochabend. Auftreten werden dort Pas mal+ (DR Kongo), Dobet Gnahoré (Elfenbeinküste), Bonga (Angola) und Bai Kamara Jr. (Sierra Leone).

Karibuni! Bem-vindo! Marhaba! Bienvenue! Welcome!

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