LUX-Filmpreis 2009: Offizielle Vorauswahl
Das Europäische Parlament hat im Rahmen seines in dritter Auflage stattfindenden Wettbewerbs um den Filmpreis LUX 2009 die von der 17-köpfigen Jury getroffene offizielle Vorauswahl bekanntgegeben.
Wie bereits in den beiden letzten Jahren finden sich in dieser Vorauswahl 10 europäische Filme, aus denen drei Wettbewerbsfilme nominiert werden. Diese drei Nominierungen werden während des Internationalen Filmfestivals in Venedig im September dieses Jahres bekanntgegeben und zwischen dem 2. und 20. November im Europäischen Parlament in Brüssel gezeigt. Die 736 Mitglieder des Europäischen Parlaments küren dann den Siegerfilm des diesjährigen Wettbewerbs, der am 25. November in Straßburg ausgezeichnet wird.
Wie bereits in den letzten Jahren befindet sich auch heuer wieder ein österreichischer Film in der Offiziellen Vorauswahl: Die österreichisch-französische Ko-Produktion "Für ein Augenblick Freiheit" von Arash T. Riahi. Dies ist nach "Exile Family Movie" in 2007 der bereits zweite Film von Riahi, der in die offizielle Vorauswahl gewählt wurde. Überhaupt fanden mit "Kurz davor ist es passiert" von Anja Salomonowitz, "Import-Export" von Ulrich Seidl und "Revanche" von Götz Spielmann insgesamt bereits fünf Filme den Weg in die Offizielle Vorauswahl für den LUX Filmpreis der letzten drei Jahre.
Neben "Für ein Augenblick Freiheit" finden sich die folgenden europäischen Filme in der Offiziellen Vorauswahl: "35 Rhums" von Claire Denis, "Lost persons area" von Caroline Strubbe, "Ander" von Roberto Castón, "Eastern Plays" von Kamen Kalev, "North" von Rune Denstad Langlo, "Katalin Varga" von Peter Strickland, "Pandora's Box" von Yesim Ustaoglu, "Sturm" von Hans-Christian Schmid sowie "Welcome" von Philippe Lioret.
Das europäische Kino ist reich an Vielfalt, Talenten und einer langen Geschichte, die ein Licht auf den Schmelztiegel individueller und kollektiver Identitäten wirft. Seit 2007 ist der LUX Filmpreis ein wichtiges Symbol für die Unterstützung, welche das Europäische Parlament der europäischen Filmindustrie und ihrer großartigen, unermüdlichen Kreativität leistet.
Das Ziel des LUX Filmpreises ist es, Licht auf den Reichtum und die Vielfalt, die das europäische Kino ausmachen, zu richten. Es werden europäische Filme ausgewählt, die in unterschiedlicher Art europäische Themen abhandeln, vor allem was wir übereinander denken, was uns unterscheidet und was uns einander näher bringt.
Der LUX Filmpreis besteht aus der Untertitelung des prämierten Films in alle 23 Amtssprachen der Europäischen Union sowie eine 35mm-Bandaufzeichnung pro Mitgliedsstaat. Der Wert des Preises wird auf 87.000 Euro geschätzt. Die Originalfassung des Siegerfilms wird außerdem für hör- und sehgeschädigte Menschen bearbeitet.
Die Statuette des Preises bildet ein aus Filmzelluloid geformter Turm zu Babel und ging im Jahr 2007 an Fatih Akin für den Film "Auf der anderen Seite" sowie 2008 an den Film "La silence de Lorna" der belgischen Gebrüder Dardenne.
Weitere Informationen zu den ausgewählten Filmen finden Sie hier:






















