Mittwoch, 25. November 2009

Französischer Film "Welcome" gewinnt den Lux-Filmpreis 2009

Der diesjährige Lux-Filmpreis geht an den Film "Welcome" des französischen Regisseurs Philippe Lioret. Der Gewinner wurde von Europaabgeordneten gewählt, die ihre Stimme für einen der drei Finalisten abgaben.

Regisseur Philippe Lioret
Regisseur Philippe Lioret

Um seine Frau zu beeindrucken und zurück zu gewinnen, geht der Bademeister Simon aus Calais das Risiko ein, einem jungen kurdischen Flüchtling heimlich zu helfen, den Ärmelkanal schwimmend zu durchqueren.

Regie: Philippe Lioret
Darsteller: Vincent LINDON, Firat AYVERDI und  Audrey DANA
Land: Frankreich
Jahr: 2009
Länge: 110 min.
Originalsprachen: Französisch, Kurdisch, Englisch

Der Preis

Mit dem LUX-Preis wird ein Werk ausgezeichnet, das in besonderer Weise die Universalität der europäischen Werte, die kulturelle Vielfalt und den Prozess der europäischen Integration veranschaulicht. Der LUX-Preis beinhaltet eine materielle Unterstützung (87.000 Euro) in Form einer Untertitelung und einer Bandaufzeichnung des prämierten Films in den 23 Amtssprachen der Europäischen Union. Die Originalfassung wird zudem für Gehörlose und Menschen mit einer Hörbehinderung bearbeitet. Falls der prämierte Film in einigen Ländern bereits für Saalvorführungen verliehen und dazu schon untertitelt wurde, wird mit dem LUX-Preis die Herstellung einer DVD unterstützt.

Vor der Preisverleihung hat Parlamentspräsident Jerzy Buzek gesagt, dass der LUX-Filmpreis eine "junge und in die Zukunft gewandte Initiative ist. Wir wollen dass der Film als Medium eine Diskussion über Themen anregt, die Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erregt und Fragen aufwirft, die für uns alle von Bedeutung sind. Fragen, die auch für dieses Parlament relevant sind."

Philippe Lioret sagte bei der Preisverleihung: "Die Wirkung, die der Film auf die französische Öffentlichkeit hatte, hat mich verändert. Wir begannen als Filmemacher und sind zu Bürgern geworden."

Die diesjährigen Finalisten, gemeinsam mit dem Sieger "Welcome", waren "Eastern Plays" (Bulgarien, Schweden) und "Sturm" (Deutschland, Dänemark, Niederlande).

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