Montag, 1. Februar 2010

Kulturhauptstädte Europas: EU-Abgeordnete stellen "ihre" Städte vor

In diesem Jahr dürfen sich drei Städte mit dem Titel "Kulturhauptstadt Europas" schmücken. Mit Essen und dem Ruhrgebiet, der türkischen Metropole Istanbul und der ungarischen Universitätsstadt Pécs könnten sie unterschiedlicher kaum sein. Doch alle sind einen Besuch wert, 2010 noch mehr als sonst.

Essen, Pécs und Istanbul: Europäische 
Kulturhauptstädte 2010
Essen, Pécs und Istanbul: Europäische
Kulturhauptstädte 2010

Essen - Mythos Ruhr, verwandelte Region

Der SPD-Abgeordnete Jens Geier, der selbst aus dem Ruhrgebiet kommt sagt: "Essen und das Ruhrgebiet atmen nicht mehr Staub, sondern Zukunft. Aus den 53 Städten des Ruhrgebiets mit Autobahnen, Kanälen, Flüssen, Sehenswürdigkeiten, Aussichtspunkten, Zechen, Museen, Theatern und Konzerthäusern entsteht eine neue europäische Metropole mit einer der dichtesten Kulturlandschaften der Welt".

Als Europäische Kulturhautstadt-Region verdeutliche RUHR.2010 "den Wandel der ehemaligen Montanregion" und mache "die Zukunft erlebbar mit neuen Formen von Kunst und Kultur an unkonventionellen Orten". RUHR.2010 sei "ein Fest für Europa, eine Kulturhauptstadt für alle und von allen".

Das Programm von RUHR 2010 ist von drei zentralen Ideen geprägt: "Mythos Ruhr", "Metropole gestalten" und "Europa bewegen".

Istanbul - Treffpunk der Kulturen

Für den britischen EU-Labour-Abgeordneten Richard Howitt ist Istanbul "eine der groβartigsten Städte Europas und ein Treffpunkt der Kulturen, der Künstler von Mozart bis zu Agatha Christie inspiriert hat". Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahrs werde Istanbul Europa und der Welt seinen "unglaublichen kulturellen Reichtum einer modernen, lebendigen Stadt" demonstrieren, ist Howitt überzeugt, der - nicht zuletzt da er Mitglied der Türkei-Delegation des Parlaments ist - die Stadt "schon oft besucht" hat.

Für Howitts Landsmann Andrew Duff (Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa) gibt es "keinen besseren Ort, um die reiche Geschichte Europas zu erleben, als Istanbul - nur Rom ist vergleichbar". Heute sei Istanbul ein Laboratorium für eine moderne, liberale Zukunft der Zukunft.

Pécs - Stadt ohne Grenzen

Das ungarische Pécs "ist traditionell eine multi-ethnische Stadt. Alle Menschen, die hier leben oder für eine Weile bleiben, bringen ihre eigene Kultur mit", dies mache den ganz besonderen Reiz und das Klima der Stadt aus, so  Ádám Kósa (Europäische Volkspartei, EVP). Pécs sei wirklich "eine grenzüberschreitende Stadt", wie ein Motto der mit rund 160.000 Einwohnern kleinsten der drei Kulturhauptstädte lautet.

Während des Kulturhauptstadtjahres werden "Jazz- und Symphoniekonzerte, Puppentheater für Erwachsene und Kinder, Folklore" und mehr stattfinden. Sein ungarischer Kollege Pál Schmitt (EVP) weist darauf hin, dass im Laufe des Jahres auch ein neues Konzerthaus und ein Kulturquartier eröffnet werden. Bei den Hunderten von Veranstaltungen im Rahmen des Jahres werden rund eine Million Besucher erwartet.

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