Dienstag, 19. Januar 2010

Buzek nach Rückzug Jelevas: Der demokratische Prozess funktioniert

Mit Blick auf den Rückzug von Rumiana Jeleva, der bisherigen Kandidatin Bulgariens für die neue EU-Kommission, sprach Europaparlamentspräsident Jerzy Buzek am Dienstagmittag vom "Funktionieren des demokratischen Prozesses". Buzek erläuterte gegenüber der Presse die nächsten Schritte. Er gehe davon aus, dass eine Anhörung mit der neuen Kandidatin bzw. dem neuen Kandidaten am 3. Februar organisiert werden und die Abstimmung über das gesamte Kommissionsteam am 9. Februar stattfinden könne.

Jerzy Buzek bei der Pressekonferenz 
Jerzy Buzek bei der Pressekonferenz

Diese Termine würden in den nächsten Tagen noch bestätigt werden müssen. Zunächst erwarte das Europaparlament nun die offizielle Bestätigung der Neubenennung durch die bulgarische Regierung und die Entscheidung von Kommissionspräsident Barroso über das vorgesehene Ressort, erklärte Buzek. Das EU-Parlament werde dann einen schriftlichen Fragebogen an die neu benannte Persönlichkeit richten.

Kommissionspräsident Barroso hat unterdessen erklärt, dass der bulgarische Regierungschef Bojko Borissow Weltbank-Vizepräsidentin Kristalina Georgiewa vorgeschlagen habe.

Der Entwicklungsausschuss des Europäischen Parlaments hatte nach der Anhörung von Rumania Jeleva am Dienstag vergangener Woche (12. Jänner) offen gelassen, ob er eine Bestätigung der Kandidatin empfehlen würde. Mehrere Fraktionen hatten die Einlassungen Jelevas zu ihren geschäftlichen Interessen und ihre Eignung für das Kommissionsamt kritisiert.

 

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