Dienstag, 16. März 2010

Innsbrucker Integrationsfest als österreichischer Vorauswahlsieger für den "Karlspreis der Jugend" nominiert

"Gemeinsames Feiern als Chance für ein friedliches Miteinander": Mit dieser Idee hat Emir Handžo die Jury für die österreichische Vorauswahl zum "Karlspreis der Jugend 2010" überzeugt. Das Projekt "Welt-Fest" des Innsbrucker Integrationsbüros nimmt nun an der europaweiten Endrunde des Wettbewerbs teil.

Europäischer Jugendkarlspreis
Europäischer Jugendkarlspreis

Das Welt-Fest ist die größte Integrationsveranstaltung Tirols. Das letzte Festival im Oktober 2009 lockte unter dem Motto "Grenzen existieren (nur) im Kopf" über 1500 Besucher ins Innsbrucker "Treibhaus". Rund 300 freiwillige Helfer aus den verschiedensten Herkunftsländern trugen zum Erfolg der Veranstaltung bei, 15 Migrantenvereine aus ganz Tirol beteiligten sich an den Vorbereitungen.

Die Jury, bestehend aus zwei Europaabgeordneten sowie einem Jugendvertreter, war beeindruckt von der integrativen Kraft der Veranstaltung. Das Fest trage zum interkulturellen Dialog und zur Festigung der europäischen Identität bei und sei beispielhaft dafür, wie europäische Jugendliche als Gemeinschaft zusammenleben, heißt es in der Begründung der Jury.

Das Innsbrucker Welt-Fest fand im Vorjahr bereits zum sechsten Mal statt. Neben einem vielfältigen Programm aus Musik, Tanz und Theater bietet die Benefizveranstaltung auch einen Rahmen, in dem sich Menschen unterschiedlicher Herkunft begegnen und austauschen können. Durch das Festival sind auch zahlreiche andere Initiativen entstanden, rund 70 Personen arbeiten derzeit an Sozialprojekten des Integrationsbüros Innsbruck.

Mit dem "Europäischen Karlspreis der Jugend" soll die Entwicklung eines europäischen Bewusstseins unter jungen Menschen sowie deren Teilnahme an Projekten zur europäischen Integration gefördert werden.

Aus allen Mitgliedsländern der Europäischen Union haben sich Jugendinitiativen und unterschiedlichste Projektgruppen um den Jugend-Karlspreis 2010 beworben. Alle Bewerbungen werden zunächst von nationalen Jurys gesichtet, die aus mindestens zwei Abgeordneten des Europäischen Parlaments und einem Vertreter einer Jugendorganisation bestehen.

Im Anschluss wählt eine europäische Jury drei Gewinner aus den 27 nationalen Siegerprojekten aus. Die Gewinner des Jugend-Karlspreises erhalten bis zu 5.000 Euro für ihre Projekte. Vertreter der besten Projekte aus allen 27 Mitgliedstaaten werden am 11. Mai 2010 nach Aachen zur Preisverleihung eingeladen. Im Vorjahr wurden Projekte aus Polen, Frankreich und Deutschland mit dem Karlspreis der Jugend ausgezeichnet.

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