Universitäten und Privatwirtschaft
Am Dienstag, den 23. Februar fand im Europaparlament eine Anhörung zum Thema Universitäten und Privatwirtschaft statt, bei der sowohl Vertreter von Unternehmen als auch Akademiker die angespannte Lage für Hochschulabsolventen auf dem Arbeitsmarkt besprachen. Wo liegt das Problem? Sind die Absolventen zu wenig qualifiziert, oder stellen die Unternehmen zu hohe Ansprüche?
Der ungarische Abgeordnete Pál Schmitt (Europäische Volkspartei) machte deutlich, dass sich die europäische Wirtschaft in ihrer größten Krise seit dem Ende des zweiten Weltkriegs befindet.
Die Auswirkungen zeigten sich besonders bei jungen Hochschulabsolventen. Jeder zweite Abgänger mit Diplom hat Probleme, adäquate Arbeit zu finden. In manchen Ländern findet nur jeder Fünfte Akademiker einen der Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz.
Universitätsstrukturen brauchen eine Reform
Vieles hat auch mit der gegenwärtigen Struktur der Universitäten zu tun, sagte der Rektor der südungarischen Hochschule in Pécs, Róbert Gabriel. Wenn die Zusammenarbeit funktionieren soll, dann komme es darauf an, dass die sowohl die akademische als auch die Geschäftswelt miteinander gut auskommen.
Axelle Devaux von der Beratungsfirma Deloitte hat in diesem Zusammenhang auf den regelmäßig stattfindenden Dialog zwischen Universitäten und der Privatwirtschaft hingewiesen, wobei es allerdings ihrer Ansicht nach recht deutlich ist, dass dieser Dialog auf viele Hürden und Schwierigkeiten stößt.
Mehr Mobilität in Europa
Wie können Lösungen aussehen? Pál Schmitt schlägt beispielsweise vor, dass Mobilität in Europa nicht nur zwischen Universitäten stattfindet, sondern auch zwischen Unternehmen und Hochschulen. Man muss in diesem Bereich nach gegenseitig nützlichen und funktionierenden Modellen der Zusammenarbeit suchen.
Die EU spielt eine wichtige Rolle
Doris Pack (CDU), die Vorsitzende des Kulturausschusses im Europaparlament, sieht in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle für die EU, denn sie stellt ihrer Ansicht nach eine ideale Plattform für internationale, nationale und auch regionale Zusammenarbeit dar. Überdies hat die EU geeignete Möglichkeiten, um die bestehenden Formen der Zusammenarbeit besser zu vermarkten.






















