Lux-Filmpreisträger "Welcome" startet in österreichischen Kinos
Der Film "Welcome" des Regisseurs Philippe Lioret ist ab morgen Freitag in österreichischen Programmkinos zu sehen. Die französische Produktion wurde 2009 mit dem Lux-Filmpreis des Europäischen Parlaments ausgezeichnet und wurde in der Folge in allen 23 Amtssprachen der Europäischen Union untertitelt.
"Welcome" erzählt die Geschichte eines jungen Kurden, der drei Monate lang Europa zu Fuß durchquert hat und schließlich im nordfranzösischen Calais landet. Um weiter nach England zu kommen, entschließt er sich, den Ärmelkanal zu durchschwimmen. Während er im Hallenbad trainiert, lernt er einen Einheimischen kennen, der ihn, nach einigem Zögern, nach und nach bei seinem Vorhaben unterstützt.
Philippe Liorets Drama löste in Frankreich eine heftige Debatte über die geltenden Zuwanderungsgesetze aus. In 70 französischen Städten wurde für die Abschaffung eines Paragraphen demonstriert, der die Unterstützung illegaler Einwanderer streng bestraft. Das Flüchtlingsdrama wurde im Zuge der Diskussion sogar in der französischen Nationalversammlung vorgeführt.
"Der Film zeigt uns die Welt der Immigranten in Europa und ihre Hoffnung auf ein besseres Leben. Dieses Thema ist wichtig und bedeutend für unsere Gesellschaft, und es darf uns nicht egal sein", erklärte der Präsident des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek während der Verleihung des Lux-Filmpreises im Vorjahr. Mit dem vom Europäischen Parlament 2008 lancierten Preis werden Filme ausgezeichnet, die in besonderer Weise die Universalität der europäischen Werte, die kulturelle Vielfalt und das Zusammenwachsen Europas veranschaulichen.
Die Neue Zürcher Zeitung bezeichnete "Welcome" als "starkes Plädoyer gegen Ausgrenzung und für Zivilcourage", Spiegel Online nannte den Film eine "unglaubliche und anrührende Geschichte".






















