Frauen und Armut in Europa
Armut trifft in Europa Frauen stärker als Männer, oft hat es mit härteren Arbeitsbedingungen und niedrigeren Löhnen zu tun. Im Durchschnitt verdienen Frauen fast ein Fünftel weniger als ihre männlichen Kollegen. Ein neuer Bericht, der am 27. Jänner im Parlament diskutiert wurde, fordert von den EU-Regierungen Anstrengungen, dass die Ungleichgewichte jährlich um 1% gemindert werden.
Außer dem Ungleichgewicht bei den Löhnen ist es auch problematisch, dass etwa 17% der Frauen in Europa an oder unter der Armutsgrenze leben. Besonders gefährdete Gruppen sind Seniorinnen, alleinerziehende Mütter, Behinderte und Angehörige von ethnischen Minderheiten.
Das Parlament legte einige Vorschläge zur Verbesserung der Lage vor, beispielsweise den Ausbau von Kindertagesstätten um es Müttern zu ermöglichen einer Beschäftigung nachzugehen. Die rumänische Sozialdemokratin Rovana Plumb hat daher in ihrem Bericht auch weitere Vorschläge unterbreitet, die Frauen einen leichteren (Wieder-)Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen sollen.
Charta der Frauenrechte
Die Mitglieder des Ausschusses für Frauenrechte haben wiederholt gefordert, dass sich die EU mit der Ausarbeitung einer speziellen Charta befassen sollte, die Frauenrechte verankert und ihre Stellung in der Gesellschaft stärkt.
Überdies sollen die Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds genutzt werden, um aktiver gegen die Armut unter Frauen vorzugehen.
Rovana Plumb sagt hierzu: "Der Beitrag von Frauen zur Familie, Gesellschaft und Wirtschaft wird oft unterschätzt und ist auch unterbezahlt."






















