Dienstag, 26. Juli 2011

Finalisten im Wettbewerb um den LUX-Preis 2011 stehen fest

Die drei Finalisten des diesjährigen LUX-Filmpreises des Europäischen Parlaments wurden heute in Venedig ausgewählt: Attenberg von Athina Rachel Tsangari (Griechenland), Les neiges du Kilimandjaro von Robert Guédiguian (Frankreich) und Play von Ruben Östlund (Schweden/Frankreich/Dänemark).

Das Europäische Parlament hat heute im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele von Venedig die drei Finalisten für den Lux Filmpreis 2011 bekannt gegeben.

Die drei bestplatzierten Filme wurden aus zehn europäischen Produktionen ausgewählt, die Ende Juni auf dem 46. Internationalen Filmfestival Karlovy Vary im tschechischen Karlsbad für den Filmwettbewerb nominiert worden sind.

Ins Rennen um den Lux-Filmpreis 2011 gehen:

  • Attenberg (2010) von Athina Rachel Tsangari - Griechenland
  • Les neiges du Kilimandjaro (2011) von Robert Guédiguian - Frankreich
  • Play (2011) von Ruben Östlund - Schweden, Frankreich, Dänemark

Die drei Filme laufen von 31. August bis 10. September 2011 bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig. Vom 11. Oktober bis zum 10. November werden die Filme im Europäischen Parlament in Brüssel zu sehen sein. Die Europaabgeordneten werden dann den Gewinnerfilm wählen. Die Preisverleihung wird am 16. November in Straßburg stattfinden.

Die Filme

Attenberg handelt vom Leben der 23-jährigen Marina, die mit ihrem Vater, einem Architekten, in einer griechischen Küstenstadt lebt. Distanziert beobachte sie ihre Umgebung und die Menschen, die ihr nahestehen, und versucht, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.

 .

In Les neiges du Kilimandjaro wird Michel und Marie-Claire auf brutale Weise das Geld für eine seit langem geplante Reise zum Kilimandscharo geraubt. Noch schmerzhafter als der Verlust aber ist die Wahrheit über die Täter.

 .

Gewaltfrei gelang es einer Gruppe junger Migranten im schwedischen Götheburg, mehrere Jahre lang andere Kinder auszurauben. In Play verwendet Regisseur Ruben Östland diese wahre Begebenheit, um Sprache und Rollenverhalten der Jugendlichen zu durchleuchten.

 .

Der Lux-Preis

Der Gewinner des LUX-Filmpreises 2011 wird wie in den vorangegangenen Jahren vom Europäischen Parlament finanziell gefördert. Der Filmpreis LUX finanziert die Untertitelung in alle 23 Amtssprachen der EU und die Überarbeitung der Originalversion des Films in eine Fassung für hör- und sehbehinderte Menschen. Zudem wird für jedes Mitgliedsland der EU eine 35mm-Kopie erstellt beziehungsweise die Verbreitung auf DVD gefördert.

Der LUX-Filmpreis wurde 2007 eingeführt und soll als "greifbares" Symbol das Bekenntnis des Europäischen Parlaments zur europäischen Filmindustrie und ihrer Kreativität widerspiegeln. Jeder einzelne Filmbeitrag bietet, unabhängig von den darin dargestellten persönlichen, historischen oder sozialen Themen, einen Einblick auf die EuropäerInnen und ihr Leben, ihre Überzeugungen, ihre Zweifel und ihre Suche nach Identität. Gewinner der letzten Jahre waren die Filme Auf der anderen Seite (2007), Lornas Schweigen (2008), Welcome (2009) und Die Fremde (2010).

 

WEITERE INFORMATIONEN: