Lux-Filmpreis

Mit dem 2007 erstmals verliehenen LUX-Preis zeichnet das Europäische Parlament filmische Werke aus, die in besonderer Weise die Universalität der europäischen Werte, die kulturelle Vielfalt und den Prozess der europäischen Integration veranschaulicht. Der LUX-Preis beinhaltet eine materielle Unterstützung in Form einer Untertitelung und einer Bandaufzeichnung des prämierten Films in den 23 Amtssprachen der Europäischen Union. Die Originalfassung wird zudem für Gehörlose und Menschen mit einer Hörbehinderung bearbeitet.
Das Europäische Parlament und die Vielfalt der Kulturen
Das Europäische Parlament setzt sich für die Unterschiedlichkeit der Kulturen ein und ist selbst ein Symbol dieser Vielfalt. Seine Zusammensetzung ist in der Tat ein getreues Abbild der Pluralität der kulturellen und sprachlichen Wurzeln Europas. Mit 736 Sitzen stellt es das größte internationale parlamentarische Forum der Welt dar. Auch von seiner Vielfalt her ist dieses Parlament einmalig: es umfasst die Vertreter der in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union vereinten Völker. In diesem Parlament werden 23 Sprachen gesprochen, hinzukommen noch weitere regionale oder minoritäre Sprachen aus Europa. Dieses Parlament verfügt über immer umfangreichere Legislativbefugnisse und hat sich die Devise der Union "Vereint in der Vielfalt" ganz zu eigen gemacht. Der interkulturelle Dialog und die Meinungsfreiheit, die auch die Geschichte des europäischen Films inspiriert und gefördert haben, gehören zu seinen Hauptanliegen.
Der Film als Kernstück einer kulturellen Eigenart
Der Film ist ein Kernstück des europäischen Kulturmodells. Der Film ist emblematisch für das, was die Europäische Union und die Vereinigten Staaten in Bezug auf kulturelle Eigenheiten voneinander unterscheidet. Der Film ist auch ein Medium, das generationsneutral einer größtmöglichen Anzahl von Menschen offen steht. Durch die Verbindung von Bild und Ton ist der Film auch ein Medium, das bei jedem Einzelnen eher die Gefühle als den Verstand anspricht. In einer Zeit, in der es schwerfällt, Erklärungen mit Hilfe von Texten zu geben, kann sich der Film als ein Medium der Kommunikation und der Reflektion über Europa und seine Zukunft erweisen.
Die bisherigen Preisträger
2009 - Philippe LIORET für "Welcome"
2008 - Jean-Pierre und Luc DARDENNE für "La silence de Lorna"
2007 - Fatih AKIN für "Auf der anderen Seite"















