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Die Europäische Union engagiert sich aktiv in der Entwicklungspolitik. Nahezu die Hälfte der Gelder zur Unterstützung der Entwicklungsländer weltweit - über 30 Milliarden Euro jährlich - kommt aus der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten. Die Europäische Union ist somit die weltweit größte Geberin.

Handel und Hilfe sind die beiden Hauptsäulen der Entwicklungspolitik der EU, die auf die nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Staaten der Dritten Welt abzielt. So senkte bzw. beseitigte die Union seit 1971 die Zölle für den überwiegenden Teil der Einfuhren aus Entwicklungsländern und hob auch die meisten Importquoten für diese Länder auf. Zölle bestehen allerdings weiterhin auf Agrarprodukte.

Als weitere Schwerpunkte unterstützt die EU die regionale Integration und Kooperation, geeignete gesamtwirtschaftliche Maßnahmen, die Ernährungssicherung und nachhaltige ländliche Entwicklung sowie den Aufbau rechtsstaatlicher Strukturen.

Das wichtigste Abkommen im Bereich der Entwicklungspolitik besteht mit den afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten, die zur Zeit der Gründung der Europäischen Gemeinschaft noch Kolonien einzelner Mitgliedstaaten waren. Die im Jahr 1975 abgeschlossene Lomé-Konvention wurde 2000 durch ein neues Abkommen in Cotonou abgelöst. Dieses Abkommen beinhaltet die folgenden Bereiche: bevorzugte Handelsregelungen, die Stärkung des politischen Dialogs und die Vorbereitung einer Freihandelszone.

Finanziert wird die Entwicklungspolitik der EU aus dem EEF, dem Europäischen Entwicklungsfonds, in den die Mitgliedstaaten direkt einzahlen. Für den Zeitraum 2002 bis 2005 beispielweise betrug das Budget etwa 13,5 Milliarden Euro.

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