Praktikum im Europäischen Parlament
Praktika gehören mittlerweile zu jedem Lebenslauf und kaum ein/e Uni-AbsolventIn startet ins Berufsleben ohne vorheriges Praktikum. So manche Karriere in den EU-Institutionen hat mit einem Praktikum begonnen, auch wenn eine Anstellung direkt im Anschluss in den meisten Fällen nicht möglich ist. Denn die Einstellungen bei den EU-Institutionen erfolgen über die sogenannten "Concours" (Auswahlverfahren).
Viele würden gerne länger bleiben, doch ist dies schwer, da die Konkurrenz groß ist. Dennoch sind sich die meisten Praktikantinnen und Praktikanten einig, dass ein Praktikum im Europäischen Parlament einen guten Start ins Berufsleben erleichtert.
Im vergangenen Jahr haben sich über 4600 HochschulabsolventInnen für ein bezahltes, fünfmonatiges Praktikum in der Parlamentsverwaltung in Brüssel oder Luxemburg beworben. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium. Von diesen konnte das Parlament nur 257 BewerberInnen einen Platz anbieten. Wie viele angenommen werden, hängt immer von den vorhandenen Finanzmitteln und der Aufnahmekapazität der Dienststellen ab, d. h. wie viele Arbeitsplätze sie haben und wie viele PraktikantInnen sie sinnvoll begleiten können.
Bei den bezahlten Praktika unterscheidet man zwischen:
- Robert-Schuman Praktika mit allgemeiner Ausrichtung, die nur Personen erhalten, die eine Examensarbeit bzw. wissenschaftliche Veröffentlichung mit Bezug zur EU geschrieben haben.
- Robert-Schuman Praktika mit journalistischer Ausrichtung, für die die BewerberInnen journalistische Kompetenzen nachweisen müssen.
- Praktika im Sprachendienst, die diplomierten Übersetzern angeboten werden, die neben ihrer Muttersprache noch zwei weitere Amtssprachen der europäischen Gemeinschaft beherrschen müssen.
Reisekosten werden allen Praktikantinnen und Praktikanten, die im Alter zwischen 18 und 35 Jahren zum Zeitpunkt der Bewerbung sein müssen, erstattet. Zudem erhalten bezahlte PraktikantInnen ein monatliches Entgelt von 1000 Euro. Die Bewerbung erfolgt online auf der Homepage des Europäischen Parlaments, über ein speziell dafür vorgesehenes Formular.
Neben den bezahlten Praktika gibt es auch die Möglichkeit eines ein- bis viermonatigen unbezahlten Praktikums - Voraussetzung ist die Matura. Gut 2700 junge Erwachsene haben sich für ein solches Praktikum im letzten Jahr beworben, von denen 128 eine Praktikantenstelle angeboten wurde.
Priorität wird BewerberInnen gegeben, für die im Rahmen ihres Studiums oder ihrer Ausbildung ein Praktikum vorgeschrieben ist. "Nach einigen Jahren theoretischer Bildung an der Universität ist ein Praktikum eine primäre Etappe, um einen guten Berufseinstieg zu schaffen, wobei ein Praktikum in einem fremden Land dabei eine besondere Herausforderung darstellt", meinte Léonore Betz, die ein fünfmonatiges bezahltes Praktikum in Wien absolvierte.
Auch beim Informationsbüro des Europäischen Parlaments für Österreich besteht die Möglichkeit, ein solches Praktikum zu absolvieren. Die Bewerbung erfolgt ebenfalls über die Homepage des Europäischen Parlaments über das dafür vorgesehene Online-Formular.
Bei Interesse stehen wir jedoch gerne für ein Gespräch zur Verfügung:
Tel.:01/ 516 17-0
Fax: 01/ 513 25 15
E-Mail: epwien@europarl.europa.eu
Informationen über Praktika und Bewerbung finden Sie hier:
Die Adresse des Praktikantenbüros lautet:
Europäisches Parlament
- Bureau des stages -
KAD 02C007
L - 2929 LUXEMBOURG
Telefon: 00352 / 4300 23697
Fax: 00 352 / 43 00 248 82
E-Mail: stages@europarl.europa.eu
Spezielle Praktika für Übersetzer:
Europäisches Parlament
- Service des stages de traducteurs -
TOB 04B022
L - 2929 LUXEMBOURG
Fax: + 352 / 43 00 277 77
E-Mail: TranslationTraineeships@europarl.europa.eu





















Handout: Praktika im Europäischen Parlament (166KB)