EU for kids: Erläuterung von Begriffen

Hier noch in alphabetischer Reihenfolge einige Begriffe, deren Bedeutung vielleicht nicht ganz klar ist:

Abgeordnete:

Nach einer Wahl wird festgestellt, wie viele Menschen welche Partei gewählt haben, d. h. wie viele Stimmen die einzelnen Parteien bekommen haben. Je mehr Stimmen sie bekommen haben, desto mehr Leute ihrer Partei können sie ins Parlament schicken. Diese Leute nennt man Abgeordnete.

Abstimmung:

Bei den meisten Dingen, die zu entscheiden sind, gibt es Menschen, die dafür, und Menschen, die dagegen sind. Das beginnt schon bei so kleinen Dingen wie: Welches Fernsehprogramm wird heute eingeschaltet? Die beste Lösung ist dann meistens zu fragen, wer für das eine und wer für das andere Programm ist. Die Mehrheit gewinnt. Das ist eine Abstimmung.
Man kann aber nicht alles mit Abstimmungen lösen. Wenn man Schüler abstimmen ließe: Wollt ihr mehr Ferien?, dann wäre die Mehrheit sicher dafür. Wir wissen aber, dass Kinder in die Schule gehen und etwas lernen müssen, um später einen Beruf wählen zu können, der ihnen Spaß macht. Also machen wir in diesen Fällen keine Abstimmung, sondern lassen die Experten entscheiden.

Arbeitgeber:

Das sind Menschen, die anderen Menschen Arbeit geben und sie dafür bezahlen.

Arbeitnehmer:

Ein Arbeitnehmer arbeitet in einem Büro, einer Fabrik oder an einem anderen Ort eine bestimmte Anzahl von Stunden in der Woche und bekommt dafür eine bestimmte Summe Geld.

Ausschuss:

In einem Ausschuss treffen sich Abgeordnete, die auf einem Gebiet Experten sind, um über etwas zu diskutieren. Sie beraten über die Vor- und Nachteile von Gesetzen und informieren dann das Plenum, das heißt alle Abgeordneten, über das Ergebnis ihrer Beratungen.

Experten:

Experten sind Menschen, die sich auf einem Gebiet besonders gut auskennen. Sie werden daher um ihre Meinung gefragt, wenn etwas auf diesem Gebiet entschieden werden soll.

Gesetze:

Gesetze sind Regeln, die alle Bürgerinnen und Bürger eines Staates beachten müssen, damit sie gut miteinander leben können und damit niemand einem anderen Schaden zufügen kann. Es gibt zum Beispiel ein Gesetz, das verbietet, dass Kinder arbeiten. Denn Kinder sollen Zeit haben zu spielen, zu lernen und groß und stark zu werden.

Gipfeltreffen:

Staats- und Regierungschefs treffen einander, um wichtige Dinge zu besprechen, die ihre Länder betreffen.

Jugendaustauschprogramme:

Das sind Programme, die es Jugendlichen ermöglichen, eine gewisse Zeit in einem anderen Land zu leben. Die Jugendlichen verschiedener Länder sollen sich dadurch besser kennen lernen.

Kompromiss:

Deine Freundin oder dein Freund möchte gern zu Hause bleiben und Schach spielen. Du aber möchtest lieber einen Ausflug mit dem Fahrrad machen. Schließlich einigt ihr euch, dass ihr zuerst eine Stunde Fahrrad fahrt und dann eine Stunde Schach spielt. Ihr habt einen Kompromiss geschlossen.

Konvent:

Eine Versammlung aus Vertretern der nationalen Parlamente und des Europäischen Parlaments, der Staats- und Regierungschefs und der Europäischen Kommission, bei der Vorschläge für die Zukunft der Europäischen Union diskutiert und ausgearbeitet werden. Die vom Konvent vorgeschlagenen Änderungen des EU-Vertrags bilden die Grundlage für die Arbeit der Regierungskonferenz.

Minister:

In einer Regierung sind die Aufgaben aufgeteilt. Für jeden Bereich ist ein Minister verantwortlich. Daher hat jedes Land einen Innenminister, einen Außenminister, einen Unterrichtsminister, usw.

Parlament:

In regelmäßigen Wahlen wählen die Bürgerinnen und Bürger eines Landes, wer ihre Interessen vertreten soll. Sie wählen eine der Parteien, die sich der Wahl stellen. Wenn viele Menschen eine Partei gewählt haben, kann diese viele Abgeordnete ins Parlament schicken und die Regierung bilden.

Partei:

Menschen, die die gleichen Vorstellungen haben, wie das Zusammenleben in einem Staat aussehen soll, schließen sich zu einer Partei zusammen. Sie möchten gern die Regierung bilden, um ihre Ideen verwirklichen zu können. Vor einer Wahl versuchen sie daher, die Menschen von ihren Ideen zu überzeugen. Die Wähler wählen dann die Partei, deren Ideen ihnen am besten gefallen.

Plenartagung:

Alle Mitglieder des Parlaments treffen sich, um über etwas zu diskutieren und zu entscheiden. Das Wort kommt vom lateinischen Wort plenum = voll.

Rechnungsprüfer:

Sie prüfen bei Unternehmen oder in einem Staat, ob das vorhandene Geld sinnvoll ausgegeben wurde.

Regierung:

Wer nach einer Wahl die Mehrheit im Parlament hat, kann in der Regel die Regierung bilden. Dies können eine oder mehrere Parteien sein. Die Regierung besteht aus dem Regierungschef und den Ministern. Sie ist dafür verantwortlich, dass das, was das Parlament beschließt, auch tatsächlich passiert. Die Regierung kann auch Gesetze vorschlagen, die sie für ihr Land für notwendig hält.

Regierungskonferenz:

Vertreter aller Regierungen der 27 EU-Staaten treffen sich, um über Änderungen des EU-Vertrags oder andere wichtige Probleme der EU zu sprechen.

Simultandolmetscher:

Im Europäischen Parlament kann jeder Abgeordnete seine Muttersprache sprechen. In Kabinen sitzen Leute, deren Beruf es ist, das Gesprochene sofort in eine andere Sprache zu übersetzen. Sie sprechen praktisch gleichzeitig, d. h. simultan, mit dem Redner. Ihre Übersetzung wird mit Kopfhörern übertragen.

Staats- und Regierungschefs:

Sie stehen an der Spitze der Regierung eines Landes. In manchen Ländern sind es Präsidenten, z. B. in Frankreich, in anderen Premierminister, wie in England, in anderen Bundeskanzler, wie in Österreich und Deutschland.

Steuern:

Die Bürgerinnen und Bürger eines Landes, die arbeiten, geben einen Teil ihres verdienten Geldes dem Staat, d. h. der Regierung, damit diese die Einrichtungen bezahlen kann, die alle brauchen, zum Beispiel Schulen und Lehrer, Straßen, öffentliche Bäder, die Polizei, usw.

Vertrag:

Zwei oder mehrere Leute versprechen einander etwas, z. B.: Jemand baut mir einen Swimmingpool, und ich gebe ihm dafür Geld, oder ich gebe dafür seinen Kindern Englischstunden. Wenn das so besprochen wird, ist das ein mündlicher Vertrag. Wichtige Verträge macht man schriftlich, das heißt, man schreibt alles auf, was man vereinbart hat, und alle Beteiligten unterschreiben.

Wahl:

In regelmäßigen Zeitabständen wählen die Bürgerinnen und Bürger eines Landes eine der Parteien, die sich der Wahl stellen. Die stärkste Partei bildet in der Regel die Regierung.

Währung:

Währung nennt man das Geld eines Landes. Bei uns und in den meisten übrigen EU-Mitgliedstaaten ist die Währung der Euro, in Amerika ist es der Dollar, in Japan heißt die Währung Yen.

Zölle:

In Asien werden zum Beispiel billigere Autos hergestellt als in Europa, weil die Arbeiter in Asien nicht so viel verdienen wie die in Europa. Wenn Autos aus Asien also billiger sind als europäische, werden viele Europäer asiatische Autos kaufen. Die europäischen Autofabriken können dann ihre Autos nicht mehr verkaufen, sie müssen Leute entlassen. Diese haben keine Arbeit mehr und verdienen kein Geld mehr. Um das zu vermeiden, werden die asiatischen Autos teurer gemacht; die asiatischen Autohersteller müssen an die EU Zoll bezahlen, wenn sie ihre Autos nach Europa einführen wollen.