Der Binnenmarkt der EU
Vor 1993 hatte jedes Land in Europa seine eigenen Grenzen, an denen die Pässe kontrolliert und Zölle eingehoben wurden. Die Zölle waren dazu da, die eigene Wirtschaft zu schützen. Wenn zum Beispiel die spanischen Tomaten billiger waren als die österreichischen, hat man sie teurer gemacht, indem man Geld dafür verlangt hat, dass sie nach Österreich kommen durften. Damit waren sie genauso teuer wie die österreichischen, und die österreichischen Bauern konnten ihre Tomaten verkaufen.
Aber die anderen Länder taten natürlich das Gleiche. Sie verlangten für die Einfuhr von österreichischen Waren auch Zölle, und die österreichischen Waren wurden in den anderen Ländern teurer. Die Mitgliedstaaten der EU haben daher beschlossen, alle Zölle abzuschaffen.
1993 war es dann so weit: Die EU wurde zu einem »Binnenmarkt«, das heißt, für die Wirtschaft sind die Mitgliedsländer der EU ein Land geworden, es gibt keine Grenzen mehr.
Auch die Bürgerinnen und Bürger der EU können inzwischen frei wählen, in welchem Mitgliedsland der EU sie wohnen, studieren, arbeiten, ein Geschäft eröffnen wollen, und wo sie innerhalb der EU ihre Waren kaufen und verkaufen wollen. Für die 12 neuen Mitgliedstaaten gibt es hier allerdings teilweise noch Übergangsfristen.
1998 haben dann einige Länder beschlossen, dass man auch ohne Reisepass von einem Land der EU in ein anderes reisen kann. Nur Großbritannien, Irland und die zwölf neuen EU-Länder verlangen von den anderen EU-Bürgerinnen und -Bürgern noch einen Pass.
Seit 2002 haben zwölf EU-Staaten das gleiche Geld, den Euro (Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien) und seit 1. Jänner 2007 ist auch Slowenien mit dabei. Alle anderen EU-Länder haben noch ihre eigene Währung.





















