Delegationen

Das Europäische Parlament kann ständige interparlamentarische Delegationen bilden, um vielfältige diplomatische Beziehungen zu Ländern außerhalb der EU zu entwickeln. Gerade durch die diplomatische Vielschichtigkeit der europäischen Außenpolitik kommt dem gemeinsamen Treffen von Parlamentariern aus allen Regionen der Welt eine besondere Bedeutung zu.

Die Delegationen dienen dem kontinuierlichen Dialog und der Schaffung eines globalen Netzwerkes von Beziehungen auf parlamentarischer Ebene mit Drittstaaten und regionalen Organisationen wie ASEAN einschließlich Südostasien und Korea.

Aufgabe ist es, Informationen zu aktuellen politischen Fragen der Beziehungen mit der EU auszutauschen und den Außenbeziehungen der Union eine parlamentarische Perspektive zu verleihen. Ebenso wird ein parlamentarisches Gegengewicht zu den Aktivitäten von Kommission und Rat gesetzt.

Eine weitere Aufgabe der Delegationen ist, die Situation in Drittstaaten zu beobachten und zu analysieren, was im Vorfeld von Assoziierungsabkommen und Beitritten besonders wichtig ist. Im Blickpunkt steht hier vor allem die Einhaltung der Menschenrechte.

Jeder Abgeordneter des Europäischen Parlaments arbeitet in einer Delegation als ordentliches Mitglied und darüber hinaus ev. auch noch als stellvertretendes Mitglied in einer oder mehreren anderen Delegationen.

Einmal im Jahr treffen sich die Delegationen abwechselnd an einem der Sitzungsorte des Europäischen Parlamentes und in den betreffenden Drittländern. Sie erstatten dem Auswärtigen Ausschuss über ihre Treffen regelmäßig Bericht.

In der sechsten Legislaturperiode gibt es 36 interparlamentarische Delegationen, Delegationen in den Gemischten Parlamentarischen Ausschüssen und Delegationen in den Parlamentarischen Ausschüssen für Zusammenarbeit.

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